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Oury Jalloh - die widersprüchlichen Wahrheiten eines Todesfalls

Produktion: MDR, WDR und NDR

 

 

Staatsanwaltschaft Dessau muss die Zuständigkeit für die Aufklärung des Todes von Oury Jalloh an die Staatsanwaltschaft Halle abgeben: MDR 16. August 2017

 

 

 

Audiofile:
Oury Jalloh. Die widersprüchlichen Wahrheiten eines Todesfalls

Vor dem BGH in Karlsruhe am 28.08.14: Ein Beobachter des Revisionsverfahrens bildet aus Plastikfeuerzeugen drei Fragezeichen

Die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh kämpft seit 2005 um Aufklärung:

7. Januar 2005, Dessau, Sachsen-Anhalt. In einer Polizeizelle verbrennt ein an Händen und Füßen gefesselter Mensch bei lebendigem Leib. Selbst verschuldet, sagen die einen. Ermordet, sagen die anderen. Auch der zweite Prozess vor dem Landgericht Magdeburg bringt keine endgültige Aufklärung der Brandursache.

Auf der Anklagebank saß Andreas S., der als Dienstgruppenleiter für Oury Jallohs Sicherheit zuständig war. Am 18. Dezember 2012 verurteilt ihn die Magdeburger Strafkammer zu einer Geldstrafe von 10.800 Euro wegen Fahrlässiger Tötung. Der Bundesgerichtshof bestätigt das Urteil am 4. September 2014. Damit könnte der Fall abgeschlossen sein – doch schon seit Dezember 2013 liegen neue Hinweise vor, dass Oury Jalloh den Brand nicht selbst entzünden konnte. Am 3. April 2014 erklärt die Staatsanwaltschaft Dessau, den neuen Hinweisen in einem gesonderten „Todesermittlungsverfahren zum Nachteil Oury Jalloh“ nachgehen zu wollen.

Die Autorin knüpft an die Recherche für ihr erstes Feature zum Fall Oury Jalloh an und hinterfragt die Ermittlungsergebnisse erneut. Mit der Unterstützung von Gerichtsmedizinern, Toxikologen und Kriminalbeamten geht sie Ungereimtheiten nach und bekommt Hinweise auf einen dritten Mann.

zum Manuskript (deutsch) im pdf-Format
zum Manuskript (englisch) im pdf-Format

Auszeichnungen:

Feature-Preis Bremer Hörkino 2015

CIVIS Ehrenpreis 2015

Preis des Dokumentarfestivals Karlsruhe 2015

Deutscher Sozialpreis 2015

 

Weitere Features zum Tod Oury Jallohs in der Polizeizelle:

„Ich kann das nicht einen Tag vergessen.“ Das neue Leben des Mouctar Bah.

Verbrannt in Polizeizelle Nummer 5 Der Tod des Asylbewerbers Oury Jalloh in Dessau

 

"Die Wahrheit kommt ans Licht" - Artikel von Jochen Meißner zur Verleihung des Axel-Eggebrecht-Preises in "Hörspielkritik" vom 22.09.2016

 

Am 2. Juni 2017 jährte sich der Tod von Benno Ohnesorg zum 50. Mal. Zwei Dokumentationen, die sich ergänzen und über das Erinnern hinausgehen:

 

Der 2. Juni 1967 gehört zu den wichtigsten Daten der deutschen Nachkriegsgeschichte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie starb Benno Ohnesorg. Der 2. Juni 1967
TV-Dokumentation der ARD  zusammen mit Klaus Gietinger

 

Benno Ohnesorg. Chronik einer Hinrichtung
Radiofeature rbb Kulturradio

 

 

 

Kurras hatte geschossen. Die Polizei sorgte dafür, dass dieWahrheit nicht ans Licht kam und die Justiz spielte mit. Eine Spurensuche, fünfzig Jahre danach.

Die Dokumentationen rekonstruieren minutiös die Abläufe. Sie gehen allen Spuren in Ost und West nach. Werten bislang unbekannte Akten, Fotos sowie verschollen geglaubte Filmschnipsel aus. Zahlreiche Zeugen berichten, von denen die meisten noch nie vor der Kamera standen.

Was geschah wirklich am 2. Juni 1967? Wie kam es zum Schuss? Es gab Augenzeugen. Wieso wurde dennoch Kurras Lügen geglaubt? Wann begann die Vertuschung und wer organisierte sie? War der Freispruch für Kurras als Folge der Vertuschung zwangsläufig? Wie dachten die eingesetzten Polizeibeamten?

Welche Folgen hatte der 2. Juni 1967 für die Teilnehmer der Anti-Schah-Demonstration und darüber hinaus für eine ganze Studentengeneration?

Radiofeature Benno Ohnesorg. Chronik einer Hinrichtung
zum Audiofile von rbb Kulturradio

TV-Dokumentation, zusammen mit Klaus Gietinger "Wie starb Benno Ohnesorg" Produktion: rbb für die ARD

 

    Auszeichnungen  

Liste der Radio-Features von Margot Overath

Benno Ohnesorg. Chronik einer Hinrichtung

Heidelberg.Kuba.Uruguay.Berlin. Margrit Schiller - eine Biografie mit Brüchen

Oury Jalloh. Die widersprüchlichen Wahrheiten eines Todesfalls

Schule, chillen, Schlagzeug spielen Kinder in Deutschland erzählen

For the Longest Time. Über die große Liebe zur Kunst und das kleine Geld.

Die deutsche Beinkönigin. Wie Gonda Sureen die Strumpfmode beeinflusste.

„Ich kann das nicht einen Tag vergessen.“ Das neue Leben des Mouctar Bah.

Verbrannt in Polizeizelle Nummer 5 Der Tod des Asylbewerbers Oury Jalloh in Dessau

Das Geheimnis des Misserfolgs Warum Schüler scheitern.

Blutsbrüder Die Geschichte einer Freundschaft und wie sie den Bürgerkrieg in Liberia überlebte.

Will Cassel Der aus dem Zwerg ein Kunstwerk machte.

Entführt oder gerettet  Das Schloss der griechischen Kinder

Busen-Wunder Brustaufbau nach Krebs

Braut wider Willen Flucht vor Zwangsheirat

Meine Schuhe gehen immer schrott Arme Kindheit heute. Bericht mit Originaltönen

Der Mann der Kopf der Frau Szenen zweier Ehen

"Und träume unsere Liebe weiter" Marianne Golz und Richard Macha. Tod durch das Fallbeil, Prag 1943

Wer war Gudrun Ensslin? Ein Porträt

Mein Vater gegen Pinochet Der Militärputsch in Chile und seine Folgen für die Familie Simon. 

Das Geheimnis Eine polnisch-deutsche Familiengeschichte 

"So menschlich wie möglich"  Berichte aus der Abschiebungshaft

Es geschah am zweiten Juni Warum der Tod von Benno Ohnesorg nicht vergessen ist

Das T-Projekt Lebensläufe mit Opfern

Wo sind meine Gurte  Der Eingriff in das Leben des sonderbaren Mädchens Michaela

Nurans Tod Bericht über eine Spurensuche

Vermisst, verschollen, gefunden  Vom Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes

Die Schlafkur Protokoll eines Psychiatrie-Irrtums nach Dokumenten und Originalton-Zeugnissen

Hört die Kinder weinen Über den Missbrauch der Datennetze

Raub der Stradivari Die Geschichte eines jungen Geigers unter falschem Verdacht

In meiner Phantasie konnte ich fliegen  Die Entführung des Komponisten Isang Yun im Kalten Kriegsjahr 1967

Auf der Flucht Wie der junge Koudjo aus Togo doch noch in Deutschland Asyl bekam

Das Glück kommt aus der Villa  Süchtig unter Telefon-Vorwahl Null-190

Abgeschoben "Der Vollzug aufenthaltsbeendender Maßnahmen wird angeordnet"

Genug erinnert? Der Autor und Regisseur Karl Fruchtmann

Das Paradies der inneren Lust Junge Nonnen - Bräute Christi

Todesmarsch Die Evakuierung der Konzentrationslager von Januar bis Mai 1945

Spurenakte 59 Rückblick auf einen Bremer Justizskandal.

Auf Brechen und Biegen. Von Dieben und Opfern.

"Und irgendwann kann man hier nicht mehr leben." Kinder haften für ihre Eltern.

"Es ist schwer, damit zu leben". Vom Trauma namens Auschwitz

"Das Leben war hier eben so." Eine Reise nach Annaberg im Erzgebirge.

Ausweglos. Selbstmorde in Wende-Zeiten.

Tödliche Fahndung. Die Geschichte der Elisabeth von Dyck.

Reichtum für Ritterhude. Das Kapital der Brüder Ries.

Schädliche Gespräche. Über den Versuch, mit Gefangenen im Hochsicherheitstrakt zu sprechen.

Heimkehr in die Fremde. Der Auschwitz Überlebende Hans Frankenthal.

"Wenn man den Trennungsstrich nicht klar zieht, geht er durch einen durch". Über den Sinn des Dialogs mit Terroristen.

"Nicht grausam und nicht heimtückisch". Die deutsche Justiz und der Mordfall Ernst Thälmann.

Der Coup. Ein Verfassungsschutzskandal in Bremen.

 

   

Nominierungen und Preise:

Axel-Eggebrecht-Preis 2016 für das Gesamtwerk

 

Für das Feature "Oury Jalloh. Die widersprüchlichen Wahrheiten eines Todesfalls" (MDR/WDR/NDR 2014):

Deutscher Sozialpreis 2015

dokKA Preis 2015

CIVIS Ehrenpreis 2015

Feature-Preis Bremer Hörkino 2015

Nominierung in der Kategorie RADIO CURRENT AFFAIRS zum Prix Europa 2015.

 

Für das Feature "Verbrannt in Polizeizelle Nummer fünf. Der Tod des Asylbewerbers Oury Jalloh in Dessau" (MDR/NDR/DLF 2010):

Marler Medienpreis Menschenrechte 2012

Regino-Preis 2011 für herausragende Justizberichterstattung

Robert Geisendörfer-Preis 2011

2011: Feature Preis Bremer Hörkino

"Verbrannt in Polizeizelle Nummer fünf" wird 2011 zum Prix Italia und zum CIVIS Preis nominiert.

Für weitere Features:

2004: "Das Geheimnis - Eine polnisch-deutsche Familiengeschichte" erreichte beim Wettbewerb zum Deutsch-Polnischen Journalistenpreis die Endrunde der sechs besten Hörfunksendungen. (Produktion SFB-ORB / WDR / SWR / RB/)

2001: Nominierung zum Deutschen Sozialpreis für die Sendung "Wo sind meine Gurte. Der Eingriff in das Leben des sonderbaren Mädchens Michaela" (Produktion NDR / RB).

2000: Nominierung der SFB-ORB/WDR/NDR-Produktion "Die Schlafkur. Protokoll eines Psychiatrieirrtums" zum "Prix Europa 2000". Erreichte die Endrunde der 10 besten Sendungen.

1998: Preis der Internationalen Journalisten-Föderation IFJ für "Auf der Flucht". Wie der junge Koudjo aus Togo doch noch in Deutschland Asyl bekam" (Produktion DRadio / RB)1997:   für die Sendungen "Abgeschoben" (Produktion: RB) und "Auf der Flucht."

1996: Nominierung der DRadio / WDR-Produktion "Das Glück kommt aus der Villa. Süchtig unter Telefon-Vorwahl Null-190" zum Prix Italia. Erwähnung (3. Platz) beim Prix Italia 1996 in Neapel.

1988: Nominierung der SFB/RB-Produktion "Wenn man den Trennungsstrich nicht klar zieht, geht er durch einen durch. Über den Sinn des Dialogs mit Terroristen" zum Carl-von-Ossietzky-Preis.

 

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